schmerzen / allergien

SCHMERZEN/ALLERGIEN



"Wer der Schüler seines Schmerzes sein will, sollte den Schmerz nicht betäuben." © Monika Minder

 

Die Schmerzkontrolle war schon immer eines der wichtigsten Anwendungsgebiete von Hypnose.

Bis zur Einführung von Äther und Chloroform war die Hypnose eines der wenigen wirksamen „Schmerzmittel“ (Anästhetika). Schon 1893 wurde die Behandlung von Migräne mit Hypnose beschrieben. Heute ist die Hypnose bei der Behandlung von Schmerzen gut etabliert.

 

Hypnose wird insbesondere dann empfohlen, wenn die üblichen Schmerzmittel nicht wirken oder aus medizinischen Gründen (z.B. Schwangerschaft) nicht angewandt werden können. Darüber hinaus kann Hypnose auch als ergänzende Methode im Rahmen von Schmerzbewältigungsstrategien eingesetzt werden. Hypnose kann sowohl bei akuten (z.B. Zahnschmerzen) als auch bei chronischen Schmerzen (z.B. Kopf- und Rückenschmerzen) angewandt werden.

 

 

Die Wirksamkeit von Hypnose in der Behandlung von Schmerzen ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt.

 

Wie funktioniert Selbsthypnose?

Im Rahmen der Selbsthilfe können die zusammen mit einem Therapeuten entwickelten Strategien auch als Selbsthypnose eingesetzt und weiterentwickelt werden. Schmerzpatienten lernen hierbei zunächst, sich auf ihre eigene Art in einen Trancezustand zu versetzen, und stellen sich dann die zuvor erarbeiteten inneren Bilder zur Schmerzkontrolle erneut vor. In der Regel kann in Selbsthypnose eine ähnliche Schmerzlinderung wie unter Anleitung durch einen Therapeuten erreicht werden.

 

Grenzen der Hypnose bei Schmerzen

 

Hypnose kann Betroffene nicht komplett vom Schmerz befreien, sondern realistischerweise nur eine Linderung oder vorübergehende Schmerzfreiheit erreichen. Unrealistische oder zu hohe Erwartungen verhindern meistens eine gute therapeutische Kooperation (z.B. indem Versuche, den Schmerz lediglich zu lindern, zunächst nicht akzeptabel erscheinen). Ebenso ist eine passive Grundhaltung hinderlich für die auf aktive Mitarbeit ausgerichtete hypnotische Schmerzkontrolle. 

 

Quelle: schmerzgesellschaft.de